"ich wusste von anfang an, dass da was laufen wuerde....", murmelte er und lehnte sich zurueck.
ich lachte. "was? wieso?"
er nahm einen weiteren zug von der zigarette und grinste. "ich weiss nicht.... du kamst rein und er konnte die augen nicht mehr von dir ablassen.... und als ihr dann ins gespraech gekommen seit, konnte jeder die elektrizitaet spueren."
ich lachte. "weil wir diskutiert haben?"
ich zuendete mir eine weitere zigarette an und lehnte mich neben ihn an der wand an. damals, auf diesem kleinen get-together, war er neben mir gesessen. wir waren schnell ins gespraech gekommen und hatten eben so schnell das diskutieren angefangen. wir waren beide starke persoenlichkeiten mit einer meinung, und ueberraschenderweisse war er intelligent genug um sich ueber mich als den neuen track von david guetta und den besten neuen wodka zu unterhalten. doch genau das schien unser problem zu sein. wir diskutierten 99 prozent der zeit - ueber egal was. er war der absolute gegner der usa - ich war aus dem klischeebehaftetsen staat ueberhaupt. er war eine einzige herausforderung - und das war das was ich an ihm mochte....
they didn't agreed on much, in fact,
they barely agreed on anything.
they fought all the time
and challenged each other every day.
but they had one important thing in common,
they were crazy about each other.
ich musste ehrlich grinsen, doch ich mochte es, so wie es war. er war eine einzige herausforderung fuer mich. ich war, was gefuehle angeht, eh einbisschen masuchistisch veranlagt. und wenn ich etwas nicht haben konnte, dann wollte ich es noch mehr. eigentlich wollte ich es nur dann.... ich liebte die herausforderung und in selben moment hasste dich die unsicherheit, die er mir gab.
es war nicht die uebliche chemie. es war mehr ein kampf. ein stetiger machtkampf. wir forderten einander staendig heraus, mit anspielungen, kommentaren oder blicken. diese spannung spuerte jeder, vorallem wir, und ich musste kaempfen nicht einzubrechen. doch ich wuerde ihm den sieg ueber mich nicht goennen. ich wuerde ihn gewinnnen, in welcher art auch immer...
doch, war es denn wirklich so? waren diese klischees, von frauen die die eine sein wollten, die eine die ihn veraendert hatte, wirklich wahr? waren beziehungen an sich nicht ein einziger machtkampf? war vorallem die kennen lern phase nicht eigentlich der kampf, wer fuer wen fallen wuerde? wer sich die gefuehle eingestehen wuerde? wer fuer den anderen kaempfen wuerde?
der eigentliche spass am spiel
ist die gefahr.
"ich will noch nich heim....", gab ich zurueck.
ich wollte wirklich nicht heim. ich war gerade genug angetrunken um auszusprechen was ich wollte, und nuechtern genug um nicht die kontrolle zu verlieren. perfekte ausgangssituation also, um diesen abend einen sinn zu geben.
ich schielte zu ihm herueber. Er sass an der bar und unterhielt sich mit einem freund. Ich biss mir auf die Lippe. verdammte scheisse, wieso hatte dieser kerl so eine scheiss anziehungskraft auf mich?
ich wusste das aus uns nichts festes werden konnte, immerhin haute er bald fuer ein jahr ans andere Ende der Welt ab.doch nichts desto trotz, genoss ich seine anwesenheit, seinen duft, sein wissendes grinsen...
vielleicht war der grund, wieso ich ihn wollte. ich konnte ihn weder haben, noch durschauen. unser pokerface war untrueglich, und dennoch hatte ich das gefuehl das er mit seinen eisblauen augen direkt in meine seele sah und all die mauern durchschaute.
der rest der jungs nickte ihr zu. nur er und zwei andere blieben an der bar sitzen.
"hey, ich geh dann wohl auch mal....", sagte ich, als ich mich neben ihm stellte um mich zu verabschieden.
er fuhr mit einem entsetzten gesichtsausdruck herum. "Was wieso?"
"ich muss doch bei ihr pennen, hab mein zeug da abgeleckt und mein auto steht vor ihrer tuer."
er sah mich an, dann zu ihr die provokativ mit verschraenkten armen und mueden gesichtsausdruck da stand.
"nichts da, du gehoerst heute nacht mir...", sagte er und zog mich zu sich.
kurz bevor sich unsere gesichter beruehrten, stoppte er kurz und grinste mich an. ich hasste dieses grinsen. die gaensehaut, die es ausloeste war unverkennbar. Er zog mich die letzten paar centimeter zu sich und kuesste mich. mir stockte der atem. alles in meinem kopf drehte sich, ob es der whiskey oder seine beruehrung war, wusste ich nicht so genau.... ich konnte die blicke von allen in der bar auf uns spueren. es fuehlte sich an als wuerde mein ganzer koerper elektriesieren. komplett ausfall im gehirn.
es war das erste mal das er mich in der oeffentlichkeit kuesste - und das nun vor all seinen freunden.
wir liesen voneinander ab und ich sah mich in der bar um. der junge, mit dem ich mich grad noch ueber die chemie unterhalten hatte, grinste und zeigte mir ein verstecktes thumbs up. ich musste lachen, und spuerte wie mich seine arme naeher zu ihm zogen.
"siehst du, die sind meiner meinung....", fluesterte er mir ins ohr.
ich wollte den versuch unternehmen, zu wiedersprechen, doch weder meine libido, noch meine fuesse, noch mein mund machten irgendwelche anstalten sich zu wehren. also laechelte ich einfach. in dieser nacht wuerde alles anders werden....
(edit: ich hab gerade noch ein schoenes bild gefunden, das wunderbar dazu passt. also fueg ichs noch schnell hinzu)

nice :)
AntwortenLöschenIch liebe es wie du schreibst :)
AntwortenLöschenendlich mal gute, deutsche texte!
AntwortenLöschenmach weiter so :)