Dienstag, 28. Juni 2011

the good one in a bunch of whores.

ich rannte. schnell. my chemical romance wuerden gleich anfangen. ich brauchte kippen, doch an den verkaeufern rannte ich vorbei. schneller. ich war froh dass es heute nicht regnete. es war kalt, doch ich hatte mich eingepackt, doch immernoch so, das ich halbwegs annehmbar aussah.
meine blonden locken hingen schlaf herunter. ich hatte mich nicht wirklich gestylt. einbisschen wimperntusche, einwenig make up um die augenringe zu vertuschen. wirklich helfen tat dies allerdings nicht. man sah mir die vergangenen tage eindeutig an, doch mir war das egal. 
it's festival time. 
ich fand den eingang zum ersten wellenbrecher und lief durch. schneller. ich draengelte mich an die andere seite, ich hatte von den vorherigen konzerten gemerckt, das dort fast keiner stand. und es war wieder richtig. 
ich stellte mich hin, sah mich um. ja, hier sah ich alles. die anderen waren nicht mitgekommen, doch ich wollte sie sehen. die helden meiner jugend. die, die mir mit vielen texten gezeigt hatten, das was aus einem werden kann, auch wenn man frueher der idiot war. 
ich hatte mich entwickelt mit ihnen, ich war besser geworden. ich hoerte sie nciht mehr wirklich, doch ich wollte sie sehen. einmal live. sehen dass es sie wirklich gab. 
es war doch schon so weit, oder? ich sah mich um, doch ausser den roadies war noch keiner auf der buehne. ich drehte mich und sah einen jungen neben mir stehen.
"'tschuldigung, wie viel uhr ist denn?" 
"20:17." 
"danke." ich grinste und drehte mich zur seite. 
mist, jetzt waer eine zigarette doch gut. ich guckte in der gegend herum, doch fuers schnorren war ich voll nicht der typ. mich nervte es ja selber. 
"na, schon aufgeregt?" 
ich drehte mich zur seite. der typ neben mir sah mich an mit einem leicht schuechternen grinsen. 
"ja....", ich laechelte. "ich hoer das zeug zwar nicht mehr, aber sie waren die helden meiner jugend."
er lachte. "ja meine auch. die sollten aber langsam mal kommen..." 
ich nickte. er nickte. wir grinsten. 
"sag mal, is hier der altersdurchschnitt ziemlich niedrig oder bin ich einfach zu alt?" 
ich lachte. "wie alt biste denn?" 
"22." 
"19." ich streckte ihm die hand hin. "wir sind zu alt." 
wir lachten beide. "lass mal wieder jung fuehlen...." 
"guck mal, da is gerard, sie fangen endlich an!" 
"und das nur 15 minuten zu spaet!" 


die show war gut. sehr gut. sie spielten die lieder, die ich mit 15 in meinem zimmer mitgegroelt habe. neben mir, bildete sich langsam ein circle pit. 
"wieso eigentlich immer bei mir?" 
ich konnte ueberall stehen. egal wo. die pits bildeten sich immer genau neben mir. und schwups war ich mittendrin. ich lies einen kurzen schrei los und spuerte ploetzlich eine hand an meinem ruecken, die mich zurueck zog. 
"da bleiben!" 
"danke", sagte ich und schnaufte. 
er stand neben mir und grinste. "oder wolltest du da rein? ich mein wenn, dann...", er stupste mich in richtung pit. 
"neeein, nein nein!", murmelte ich und hielt mich an seinem arm fest. 
er lachte. "wo ist eigentlich der rest von dir? oder gehst du immer allein auf festivals?" 
"die sind am zeltplatz oder gott weiss wo. die wollten nicht mit also...."
"also hast du dich allein auf den weg gemacht?" 
"richtig. und du?" 
"wir fahren um 12 heim, die anderen sind irgendwo ich wollte mcr sehen...." 
"dann sind wir wohl die doofen." 
"genau." 


als die letzten toene durch die luft glitten liefen wir alle richtung ausgang.
"hey... ehm...", sagte er und wuschelte sich durch die haare. "ich hab noch bis 12 zeit und will sum 41 auch noch sehn, bock mir gesellschaft zu leisten?" 
er grinste. ich konnte sehen das er nicht wirklich DER profi beim ansprechen oder mit maedls war. doch mir war das egal. ich konnte gesellschaft gut gebrauchen. 
"klar, wieso nicht!" 
wir liefen zusammen ueber den festivalplatz. ueberall standen oder tanzten menschen, musik von den anderen buehnen stroehmte durch die luft. wir unterhielten uns gut während wir durch den matsch wateten. er war chemie student, ein kleiner nerd also. doch das mochte ich. ich mochte intelligente maenner, die sich ueber mehr unterhalten konnten als fussball. ausserdem war diese rasse so dankbar. ich lachte innerlich bei dem gedanken. er hatte etwas von lennard aus der big bang theory. etwas unbeholfen und dennoch wollte er all sein koennen zeigen.


"lass mal zum zelt gehen!", murmelte ich und zog ihn richtung zelteingang. 
das zelt war brechend voll, und wir quetschten uns durch die reihen, um irgendwie etwas zu sehen. es war hoffnungslos. mit meinen 1,68 hatte ich keine chance. auch er nicht. er war gerade mal ein paar zentimeter groesser als ich. 
"so ein humbug!", maulte ich. er nickte mir zustimmend zu.
wir sahen uns 4 oder 5 lieder an, dann wollte ich nicht mehr.
"wenn ich sie nur hoeren will, kauf ich mir die live cd! ich geh zurueck zum zeltplatz..."
er sah auf die uhr. "halb 12... ich komm mit." 


wir quetschten uns wieder aus dem zelt heraus, es war schoen frisch draussen, eine perfekte abkuehlung. wir liefen gemeinsam aus dem festival gelaende raus aus den zeltplatz, unterhielten uns und scherzten. machten komische gesichter angesichts der betrunkenen die allerhand schabernack betrieben. 
"2... hier muss ich hin!", sagte ich als ich das grosse zelt sah.
"alles klar..." er umarmte mich. "was schoen dich kennengelernt zu haben." 
"ebenso.", ich laechelte. 
ich hoerte bereits meine leute quer ueber den zeltplatz grölen. schien so, als haetten es ein paar von ihnen mal wieder nicht bis zu den bands geschafft. ich grinste ihm nochmal zu und hopste dann in die richtung meines zeltes. 

auf dem weg drehte ich mich um, er war weg. er war niedlich gewesen. in gedanken versunken lief ich zu den anderen. 

"wo warste denn?", fragte mich m., eindeutig angetrunken. 
"bands...", murmelte ich. "hab jemanden kennen gelernt der mit mir rumgelaufen ist nachdem ihr ja nicht den mut hattet euch aus euren stuehlen zu bewegen. er war echt niedlich." 
ich grinste in gedanken.
"aha?", er grinste. "und wie heisst er?"
ich stoppte fuer eine sekunde. verdammt wie hiess er? ich hatte vergessen ihn nach seinem namen zu fragen, eigentlich war diese frage im ganzen gespraech garnicht aufgekommen. 
"verdammt...."
"du weisst nicht wie er heisst?", fragte m. und zog eine augenbraue hoch. 
"nein....", murmelte ich, und spuerte eine schwere im magen.


war es denn moeglich? hatte ich wirklich auf einem festival voller betrunkener idioten einen intelligenten, niedlichen kerl gefunden und ihn dann laufen lassen? m. schuettelte den kopf und sah mich an. "nicht wirklich oder?" 
"doch...."

3 Kommentare:

  1. ich liebe deine texte, habe ich das schon mal erwähnt?
    es ist immer wieder spannend zu lesen, welche tollen und herzerwärmende situationen du erlebst.

    merci. ♥

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  2. maaaaaaaaaaaaan *______* du schreibst soo zauberhaft & immer erlebst du solch tolle Momente :) *Neid*
    deine Storys zu lesen ist wie an den Text eines spannenden Buches gebunden zu sein ;) ♥

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  3. hübsch, tolles leben und du schreibst so gut <3

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