Donnerstag, 2. Juni 2011

the sunny boy.

ich war verdammt schlecht drauf, als in an diesem freitag abend in das gebaeude schlurfte. ich stellte mich vor den grossen schreibtisch am eingang, wo ein mann sass. 
"name?" fragte er. 
ich stelle mich vor und legte ihm meine anmeldung auf den tisch. 
"aha, setzten sie sich, wir fangen an, wenn alle da sind." ich nickte und wankte zu einem der plaetze. die tische waren im halbkreis aufgestellt. der raum fuellte sich langsam, ich spielte weiterhin an meinem iphone herum. es war fuenf nach halb. der raum war ruhig, die anderen sahen sich um, doch blieben still. 
"tschuldigung ich bin zu spaet!", hoerte ich ploetzlich eine laute Stimme von der Tür. 
ich blickte auf, und sah einen braun gebrannten, grossen typen mit blonden strubbel haaren vor dem schreibtisch des kursleiters stehen. ich musterte ihn genau von oben bis unten. er trug jeans, nich zu eng, nich zu weit und ein weisses ralph lauren polo shirt, welches seinen wunderbaren taint noch mehr zum ausdruck brachte. an den aermeln war das shirt auffallend eng - seine arme waren gut trainiert, doch im grossen und ganzen wirkte er eher duenn. 
er wirkte, als wäre er geradewegs vom Strand von Californien eingeflogen worden. Direkt weg vom Surfbrett, ins Flugzeug und hier her zu mir. Vor meine Augen. 
"setz dich!", hoerte ich den kursleiter sagen, und wandte meinen blick wieder auf mein handy.  "kann ich kurz durch," hoerte ich eine Stimme mir, und als ich erneut aufsah, stand er neben mir und grinste mich an. "klar...", murmelte ich und rutschte mit meinem stuhl naeher gegen den tisch. er lies sich direkt neben mir nieder.
ich rueckte mit dem stuhl wieder gen wand, platzierte meine fuesse auf der erhoehung unter dem Tisch und sah auf meine beine. ich hatte meinen jeansrock an, der gerade genug aber nicht zu viel einblick gab. ich liebte dieses teil, weil es so verdammt einfach zu kombinieren war. er hatte den blick ueber meine beine schweifen lassen, und als er merkte, das ich ihn ansah, grinste er beschaehmt und sah weg. maenner....


"Stellen wir uns vor, ehm, hier der Blondschopf, fang du an!", sagte der Kursleiter, nachdem er uns cirka 10 Minuten die weitere vorgehensweisse erklaert hatte. er zeigte auf mich - oder auf ihn, da war ich mir nicht ganz so sicher. 
"du da blondie, sag was, wie heisst du?", diesmal richtete er seinen blick genau auf den netten herren neben mir. ich musste grinsen. blondie wurde normalerweisse immer ich genannt. mr und mrs blondie - wir waren fuereinander bestimmt, das musste ich mir jetzt schon eingestehen. 
"....und ich bin 20, achso und ich spiele tennis.", sagte er und grinste. seine perlweissen zaehne schienen den ganzen raum zu erhellen, und ich fragte mich erneut was so ein typ hier suchte. in dieser stadt. an diesem ort. auf diesem stuhl neben mir. 
er haette auch ganz einfach das gesicht einer zahnpasta reklame sein koennen. 
himmel machte der hier? 
"und was macht der herr beruflich?", fragte der kursleiter. 
"na, ich spiele tennis! also professionell. ich bin in der liga und momentan in einem trainingscamp in muenchen!" 
ich drehte mich erstaunt zu ihm. er war also profi sportler - ich wusste das irgendwas an ihm nicht ganz normal sein konnte. ich hatte schon von vielen gehoert, aber noch keinen kennen gelernt - vorallem keinen der in meinem alter war. 
er sah sich im raum um und genoss die blicke der anderen, die ihn alle erstaunt ansahen. war eben mal was anderes hier. metropolregion hin oder her, wir waren hier immernoch in einer spiessigen kleinen stadt in der jeder jeden kannte. auch wenn es eine 500.000 einwohner stadt war - ich hatte manchmal das gefuehl in einem dorf zu leben. 
"nun gut, dann das andere blondchen daneben!" 
ein allgemeines lachen zog sich durch den raum, doch ich lies mich nicht davon beeindrucken. wenn man das gesamte letzte schuljahr ueber barbie von seinem klassenlehrer genannt wurde, schockte einen garnichts mehr. 
"ich bin cadee, 19 und ich arbeite beim radio energy.", sagte ich mit all meiner ueberzeugung. du bist nich der einzige, der seinem traum nachjagt, baby! 
ich spuerte seinen blick auf mir, und als ich aus dem augenwinkel zu ihm rueberschielte, sah ich ihn grinsen. 


"pause!", schrie unser kursleiter nach einer dreiviertel stunde, was mich dazu brachte hinauszustuermen um mir in kuerzester zeit moeglichst viel nikotin in die lungen zu hauen. 
"und du bist also beim radio?", hoerte ich eine stimme hinter mir. 
der beachboy stand hinter mir und grinste mich an.
"und du bist also tennisspieler?" 
wir lachten beide. "auch eine?", fragte ich.
"ne du, sportler.", sagte er. 
ahja.....  das war dann der haken am ganzen. ich nahm einen hastigen zug von meiner zigarette. wir kamen einbisschen ins gespraech und redeten ueber unsere jobs, wieso wir hier waren und wer wir eigentlich waren.


so zog es sich die naechsten 4 sitzungen hin. wir sassen nebeneinander, scherzten und gaben kommentare zu den anderen ab. ich mochte es, mit ihm zu reden. er war eigentlich vil zu nett fuer sein aussehen. viel zu locker. viel zu.... normal. 
bei der letzten sitzung, hatte ich fast schon einwenig wehmut im bauch. das war also das letzte mal dass wir uns sehen wuerden. ich saeufzte, als ich in den raum ging. er sass schon da und grinste. ich saeufzte als ich mich neben ihn setzte. 
"Hey, wie laeufts?", grinste er. 
Er war sowas von nicht in meiner Liga. geniess die letzte zeit noch mit ihm maedchen, murmelte ich zu mir selbst. 
"also dann....", murmelte er, als wir danach vor dem gebaeude standen. 
das wars dann also. wir hatten eine nette zeit, miteinander zu reden und jetzt wuerde jeder wieder seiner wege gehen. er sah betretetn aus, wie er da stand und zwischen mir und dem boden hin und her sah. 
"was los?", fragte ich und runzelte die stirn. 
"sag mal....", fing er nach ein paar sekunden stille an. "hast du facebook?" 
bitte.....? er fragte mich doch tatsaechlich nach facebook. das hies doch, er wollte in kontakt bleiben, oder? wieso verdammt nochmal wollte er in kontakt bleiben? ich suchte mein ego manchmal wirklich verzweifelt in der sockenschublade. 
"natuerlich...." ich laechelte ihn an.
er hielt mir sein iphone vor die nase und ich tippte meinen namen ein. 
"bitte!" 
er grinste mich an. "ich ehm... meld mich ja?" 
ich nickte und umarmte ihn. "mach das, bis dann"
"Bis bald!", sagte er. 


als ich zu meinem auto lief, wurde mein grinsen immer breiter, doch im selben moment kamen zweifel auf. war er nur nett gewesen? und warum sollte ein kerl wie er sich mit einem maedchen wie mir verabreden? 

3 Kommentare:

  1. what a wonderful story. ♥
    du hast eine bezaubernde Art zu schreiben & ich lese deinen Blog noch nicht lange - aaaber ich liebe ihn! Ich bin wohl ein klein bisschen süchtig ;)
    P.S.: Hör niemals mit dem bloggen auf :):)

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  2. awhh wie süß *_*
    du glückspilz triffst immer überall süße typen
    Was war das den für eine Sitzung wo du warst mit ihm ?

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  3. weißt du ich finde es echt lächerlich das du findest er wäre nicht in deiner Liga! Du bist ein so wunderhübsches Mädchen, da sind eher die anderen Jungs alle nicht in DEINER Liga :D Du brauchst mehr selbstvertrauen ,mädchen. warte es doch einfach ab :))
    Ps: Ich finds schade das du nicht antwortest.
    Lg :-)

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