Freitag, 1. Juli 2011

distance.

ich verabschiedete mich und lief die strassen entlang. es war nach 1 uhr, eigentlich wäre ich jetzt auf irgendeiner tanzflaeche. doch nein, nicht heute. ich wollte in mein bett. 
ich war traurig und ich hatte mich seit ich von meiner schwester weg gefahren bin, nicht mehr so alleine gefuehlt. es war dunkel, ich lief durch die gassen. menschen standen in den reihen vor den clubs, ich hoerte die musik nach aussen schallen. nein, heute nicht. ich ging weiter... ich war allein. mitten in der stadt. klick klack.... klick klack.... ich hoerte das geräusch meiner schuhe  durch den laerm. alles schien weit weg, ganz weit weg.... ich hasste diese stadt in diesem moment. ich hasste die bekannten gesichter, ich hasste die fremden. die kaelte kroch langsam an mir hoch und ich beschleunigte meinen schritt, als ich in eine seitenstrasse einbog. ich wollte nur noch zu meinem auto. weg von hier. 
ein maedchen zog einen jungen weiter weg, an der seite des hauses, nur ein paar meter weiter vom eingang des naechsten clubs standen ein junge und ein maedchen. sie kuessten sich leidenschaftlich und er drueckte sie gegen die wand. sie waren eindeutig betrunken und ich fragte mich fuer einen moment, ob es morgen ein boeses erwachen geben wuerde. 
ich lief weiter. meine louis vuitton tasche baumelte von meinem arm, meine blonden haare flogen durch die leichte brise in mein gesicht. ich verzog das gesicht. ein strip club, und noch einer. ein zwielichtig scheinender club strahlte durch die offenden tueren sein grelles licht auf die strasse. ich sah zur seite und sah wie ein typ mir naeher kam. 
ich beschleunigte meinen schritt erneut, dreh dich bloss nicht um, dachte ich. ich war ein leichtes ziel, ein blondes maedchen ganz allein in der stadt in einer seitenstrasse. einwenig angst machte sich in mir breit. ich lief schneller bis ich die breite strasse erreichte, voll erleuchtet und voller menschen. ein paar juengere maedchen in miniroecken standen zusammen und kicherten, ein paar meter weg eine gruppe jungen, die sich langsam in richtung hauptbahnhof aufmachten. ich lief hinter ihnen, sah ab und an zur seite. 
viele waren unterwegs, alle auf den weg in eine unvergessliche nacht - vielleicht. bewaffnet mit saftflaschen, in denen wahrscheinlich kein saft war. mit wagen schritten. mit herzhaften lachen.
und daneben lief ich, allein. ich fuehlte mich issoliert von der aussenwelt. als waer ich nur ein besucher der sich das alles ansieht. 
"Hey Maedchen!" ich versuchte die blicke der typen zu ignorieren, ich lief schneller. 
bleib dort wo viel licht ist und menschen... dachte ich mir. 
"geht weg", murmelte ich vor mich hin. 
mir viel es schwer die traenen zurueckzuhalten, und doch einen wirklichen grund hatte ich nicht. ich fuehlte mich als wuerden sie mich alle anstarren, und im anderen moment, als waere ich garnicht da. 
ich gehoerte hier nicht hin. nicht in diese stadt, nicht an diesen ort.
als ich mein auto erreichte, knallte ich die tuer zu, zog meine high heels aus und lies mich nach hinten fallen. ich atmete tief durch und schloss die augen. 
the city is so cruel at night....

2 Kommentare:

  1. wahnsinnig toller Text,ganz großen Respekt!
    wirst verfolgt :)

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  2. toll, toll, toll, toll, toll :) Du kannst echt schreiben!

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