Posts mit dem Label personal werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label personal werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 15. Juli 2011

journeys.

y'know here i am. ich bin 19 jahre alt, habe eine relativ gute mittlere reife, auslands erfahrung, journalistische erfahrung, fang mit fast 20 an mich an mein abi zu machen und hab noch genauso viele flaussen im kopf wie damals.
ich habe keine lust ein spiessbuergerliches leben zu fuehren - das hatte ich noch nie. ich sehe wie meine freunde sich binden, an kinder und heiraten denken. sie beenden ihre ausbildung, sie werden sesshaft. 
und ich arbeite mir in 2 jobs 6 tage die woche den hintern wund. in einem davon umsonst. dann arbeite ich eben 3 tage die woche umsonst. dafuer lerne ich genug, das ich spaeter nutzen kann. sachen die ich anderen vielleicht vorraus habe. ich tue es fuer mich und fuer meine zukunft. ich tue es, weil es das ist was das richtige fuer mich ist.
ich gebe interviews und fuehre interviews. ich stresse mich mit kollegen rum, gebe kommentare ab, und traeume von mehr. ich habe keine intention hier zu bleiben und mein leben hier zu verbringen.
es gab zeiten, da wollt ich es aufgeben. da hab ich mir gedacht es mir "einfach zu machen". eine ausbildung zu machen, etwas kaufmaennisches, etwas bodenstaendiges. mich an mein high school sweetheart zu binden, mit ihm alt zu werden. ein leben zu finden wie es im buche steht. doch jedes mal wenn ich einen solchen weg einschlagen wollte, scheiterte ich. oft an mir selbst. das war nichts fuer mich....

ich bin nicht gemacht um so ein leben zu fuehren. ich will mehr. mehr erleben. abenteuer. jeden tag einblicke zu bekommen, die sonst keiner bekommt. sachen herausfinden, etwas veraendern, informieren. 

ich war nie zufrieden mit der berichterstattung im fernsehen. also beschloss ich, selbst journalistin zu werden. blogs waren mir zu oberflaechlich, zu sehr auf mode und aeusserlichkeiten bezogen. also entschloss ich mich einen blog zu machen, wo ich ueber mein innerstes spreche. die deutschen klamotten und stile, ja die ganze stadt war mir zu klein karriert und zu einfach was mode anging - also begann ich mich an dem style von californien zu orientieren. mir passte die einstellung und das verhalten vieler leute nicht, also entfernte ich mich von ihnen.

leute denken oft, ich bin merkwuerdig wenn sie mich zuerst treffen, und frueher da wollte ich normal sein. sie davon ueberzeugen das ich ganz regulaer bin. standart. nichts aussergewohnliches. doch das hab ich aufgegeben.... ich bin anders. ich rede wie mir der mund gewachsen ist und ich hab merkwuerdige einfaelle, ich stelle spontan dinge an auf die sonst keiner kommt und ich laber menschen an die ich garnicht kenne. doch so bin ich. meine freunde lieben mich so wie ich bin, akzeptieren mich und alle die ihre augen verdrehen und mich als freak abstempeln, ueber die lache ich. ueber sie und ihre eintoenige welt. ihre welt in schachteln in die sie reinpassen wollen.

ich habe keine beziehung, weil ich mich eingeengt fuehel, sobald mir ein kerl zu nahe kommt. ich hab versucht das zu leugnen und vor mich hingedatet, doch es ist so. vielleicht kommt irgendwann der richtige, doch bis dahin brauch ich mich nicht binden.
ich werde keine dieser "wir sind zusammen weil du das beste bist was ich momentan organisieren kann" 2 wochen beziehungen haben. das bringt mir nichts. ich kann spass haben mit wem auch immer ich will, doch eine beziehung sollte etwas besonderes sein. weil du jemanden damit dein innerstes offenbarst. du laesst einen anderen nah an dich heran, verbringst den alltag mit ihm, redest ueber vieles. 

aber ich bin wie ich bin. und ich hab das gefuehl, das jeder sein eigenes abenteuer vor sich hat. jeder hat seinen eigenen weg, den er gehen muss. ja, muss. jeder hat seine aufgabe, jeder sollte sich selbst finden. oder eben dass, was er sucht. 

ich glaube nicht, das erwachsenwerden heisst, sich selbst zu finden. oder seinen weg zu ende zu gehen. ich glaube erwachsen werden heisst, zu verstehen was man finden will, und sich langsam auf den weg zu machen.
wenn du verstanden hast, was du willst oder zumindestens wohin dein weg dich fuehren soll, dann bist du vielleicht erwachsen. 

strengt euch in der schule an. ihr tut es fuer euch und fuer niemand anderen, glaubt mir keiner weiss das besser als ich. es ist eure vorbereitung auf euer abenteuer. lasst keine gelegenheit aus, etwas dazu zu lernen. lernt euch selbst kennen. seit ihr selbst und hoert auf euch drum zu kuemmern, was andere leute ueber euch denken. tanzt als wuerde euch keiner zu schauen, tragt was euch steht. erfuellt euch eure traeume und geht den weg den fuer euch der richtige ist, nicht den weg den die gesellschaft von euch verlangt. 

und hier stehe ich nun, mit fast 20 an der grenze des ernsten lebens. doch ich schlage die tuer zu. das ist nicht der weg den ich gehen sollte. und vielleicht bin ich ein traeumer. aber ein traeumer mit willen und mut.

Freitag, 1. Juli 2011

distance.

ich verabschiedete mich und lief die strassen entlang. es war nach 1 uhr, eigentlich wäre ich jetzt auf irgendeiner tanzflaeche. doch nein, nicht heute. ich wollte in mein bett. 
ich war traurig und ich hatte mich seit ich von meiner schwester weg gefahren bin, nicht mehr so alleine gefuehlt. es war dunkel, ich lief durch die gassen. menschen standen in den reihen vor den clubs, ich hoerte die musik nach aussen schallen. nein, heute nicht. ich ging weiter... ich war allein. mitten in der stadt. klick klack.... klick klack.... ich hoerte das geräusch meiner schuhe  durch den laerm. alles schien weit weg, ganz weit weg.... ich hasste diese stadt in diesem moment. ich hasste die bekannten gesichter, ich hasste die fremden. die kaelte kroch langsam an mir hoch und ich beschleunigte meinen schritt, als ich in eine seitenstrasse einbog. ich wollte nur noch zu meinem auto. weg von hier. 
ein maedchen zog einen jungen weiter weg, an der seite des hauses, nur ein paar meter weiter vom eingang des naechsten clubs standen ein junge und ein maedchen. sie kuessten sich leidenschaftlich und er drueckte sie gegen die wand. sie waren eindeutig betrunken und ich fragte mich fuer einen moment, ob es morgen ein boeses erwachen geben wuerde. 
ich lief weiter. meine louis vuitton tasche baumelte von meinem arm, meine blonden haare flogen durch die leichte brise in mein gesicht. ich verzog das gesicht. ein strip club, und noch einer. ein zwielichtig scheinender club strahlte durch die offenden tueren sein grelles licht auf die strasse. ich sah zur seite und sah wie ein typ mir naeher kam. 
ich beschleunigte meinen schritt erneut, dreh dich bloss nicht um, dachte ich. ich war ein leichtes ziel, ein blondes maedchen ganz allein in der stadt in einer seitenstrasse. einwenig angst machte sich in mir breit. ich lief schneller bis ich die breite strasse erreichte, voll erleuchtet und voller menschen. ein paar juengere maedchen in miniroecken standen zusammen und kicherten, ein paar meter weg eine gruppe jungen, die sich langsam in richtung hauptbahnhof aufmachten. ich lief hinter ihnen, sah ab und an zur seite. 
viele waren unterwegs, alle auf den weg in eine unvergessliche nacht - vielleicht. bewaffnet mit saftflaschen, in denen wahrscheinlich kein saft war. mit wagen schritten. mit herzhaften lachen.
und daneben lief ich, allein. ich fuehlte mich issoliert von der aussenwelt. als waer ich nur ein besucher der sich das alles ansieht. 
"Hey Maedchen!" ich versuchte die blicke der typen zu ignorieren, ich lief schneller. 
bleib dort wo viel licht ist und menschen... dachte ich mir. 
"geht weg", murmelte ich vor mich hin. 
mir viel es schwer die traenen zurueckzuhalten, und doch einen wirklichen grund hatte ich nicht. ich fuehlte mich als wuerden sie mich alle anstarren, und im anderen moment, als waere ich garnicht da. 
ich gehoerte hier nicht hin. nicht in diese stadt, nicht an diesen ort.
als ich mein auto erreichte, knallte ich die tuer zu, zog meine high heels aus und lies mich nach hinten fallen. ich atmete tief durch und schloss die augen. 
the city is so cruel at night....