y'know here i am. ich bin 19 jahre alt, habe eine relativ gute mittlere reife, auslands erfahrung, journalistische erfahrung, fang mit fast 20 an mich an mein abi zu machen und hab noch genauso viele flaussen im kopf wie damals.
ich habe keine lust ein spiessbuergerliches leben zu fuehren - das hatte ich noch nie. ich sehe wie meine freunde sich binden, an kinder und heiraten denken. sie beenden ihre ausbildung, sie werden sesshaft.
und ich arbeite mir in 2 jobs 6 tage die woche den hintern wund. in einem davon umsonst. dann arbeite ich eben 3 tage die woche umsonst. dafuer lerne ich genug, das ich spaeter nutzen kann. sachen die ich anderen vielleicht vorraus habe. ich tue es fuer mich und fuer meine zukunft. ich tue es, weil es das ist was das richtige fuer mich ist.
ich gebe interviews und fuehre interviews. ich stresse mich mit kollegen rum, gebe kommentare ab, und traeume von mehr. ich habe keine intention hier zu bleiben und mein leben hier zu verbringen.
es gab zeiten, da wollt ich es aufgeben. da hab ich mir gedacht es mir "einfach zu machen". eine ausbildung zu machen, etwas kaufmaennisches, etwas bodenstaendiges. mich an mein high school sweetheart zu binden, mit ihm alt zu werden. ein leben zu finden wie es im buche steht. doch jedes mal wenn ich einen solchen weg einschlagen wollte, scheiterte ich. oft an mir selbst. das war nichts fuer mich....
ich bin nicht gemacht um so ein leben zu fuehren. ich will mehr. mehr erleben. abenteuer. jeden tag einblicke zu bekommen, die sonst keiner bekommt. sachen herausfinden, etwas veraendern, informieren.
ich war nie zufrieden mit der berichterstattung im fernsehen. also beschloss ich, selbst journalistin zu werden. blogs waren mir zu oberflaechlich, zu sehr auf mode und aeusserlichkeiten bezogen. also entschloss ich mich einen blog zu machen, wo ich ueber mein innerstes spreche. die deutschen klamotten und stile, ja die ganze stadt war mir zu klein karriert und zu einfach was mode anging - also begann ich mich an dem style von californien zu orientieren. mir passte die einstellung und das verhalten vieler leute nicht, also entfernte ich mich von ihnen.
leute denken oft, ich bin merkwuerdig wenn sie mich zuerst treffen, und frueher da wollte ich normal sein. sie davon ueberzeugen das ich ganz regulaer bin. standart. nichts aussergewohnliches. doch das hab ich aufgegeben.... ich bin anders. ich rede wie mir der mund gewachsen ist und ich hab merkwuerdige einfaelle, ich stelle spontan dinge an auf die sonst keiner kommt und ich laber menschen an die ich garnicht kenne. doch so bin ich. meine freunde lieben mich so wie ich bin, akzeptieren mich und alle die ihre augen verdrehen und mich als freak abstempeln, ueber die lache ich. ueber sie und ihre eintoenige welt. ihre welt in schachteln in die sie reinpassen wollen.
ich habe keine beziehung, weil ich mich eingeengt fuehel, sobald mir ein kerl zu nahe kommt. ich hab versucht das zu leugnen und vor mich hingedatet, doch es ist so. vielleicht kommt irgendwann der richtige, doch bis dahin brauch ich mich nicht binden.
ich werde keine dieser "wir sind zusammen weil du das beste bist was ich momentan organisieren kann" 2 wochen beziehungen haben. das bringt mir nichts. ich kann spass haben mit wem auch immer ich will, doch eine beziehung sollte etwas besonderes sein. weil du jemanden damit dein innerstes offenbarst. du laesst einen anderen nah an dich heran, verbringst den alltag mit ihm, redest ueber vieles.
aber ich bin wie ich bin. und ich hab das gefuehl, das jeder sein eigenes abenteuer vor sich hat. jeder hat seinen eigenen weg, den er gehen muss. ja, muss. jeder hat seine aufgabe, jeder sollte sich selbst finden. oder eben dass, was er sucht.
ich glaube nicht, das erwachsenwerden heisst, sich selbst zu finden. oder seinen weg zu ende zu gehen. ich glaube erwachsen werden heisst, zu verstehen was man finden will, und sich langsam auf den weg zu machen.
wenn du verstanden hast, was du willst oder zumindestens wohin dein weg dich fuehren soll, dann bist du vielleicht erwachsen.
strengt euch in der schule an. ihr tut es fuer euch und fuer niemand anderen, glaubt mir keiner weiss das besser als ich. es ist eure vorbereitung auf euer abenteuer. lasst keine gelegenheit aus, etwas dazu zu lernen. lernt euch selbst kennen. seit ihr selbst und hoert auf euch drum zu kuemmern, was andere leute ueber euch denken. tanzt als wuerde euch keiner zu schauen, tragt was euch steht. erfuellt euch eure traeume und geht den weg den fuer euch der richtige ist, nicht den weg den die gesellschaft von euch verlangt.
und hier stehe ich nun, mit fast 20 an der grenze des ernsten lebens. doch ich schlage die tuer zu. das ist nicht der weg den ich gehen sollte. und vielleicht bin ich ein traeumer. aber ein traeumer mit willen und mut.
verdammt guter post! gefällt mir sehr. steckt viel wahrheit drin (:
AntwortenLöschenschöner text. :)
AntwortenLöschengefällt!:)
AntwortenLöschengefällt mir sehr :)
AntwortenLöschenManchmal hab ich das Gefühl ich möchte einfach nur mit dir rumliegen nichts tun und einfach über das Leben reden.
AntwortenLöschenIch frage mich oft ob ich dass richtige mache und das richtige will und irgendwie glaube ich du könntest es mir sagen bzw. mir zeigen welchen weg ich gehen muss. Ich weiß auch nicht :/
kopf hoch und gerade aus laufen! geh deinen weg! und wenn du fragen hast und gerne meinungen zu verschiedenen dingen wissen willst, schick mir einfach eine email, ich helfe gerne weiter (:
AntwortenLöschenWow... genauso dneke ich auch ! Ich bin zwar erst 16, aber es ist gut zu wissen, dass es jemanden gibt der genauso denkt ! :)
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